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Sportarten

Unser Verein bietet folgende Budo-Sportarten an:

BUDO – der Weg des Kriegers

Kanji BudoBUDO bedeutet wörtlich übersetzt „Weg des Krieges“: BU- Krieg, DO- Weg, und ist eine Ableitung von „Bushido“ dem Weg des Kriegers: Bushi-Krieger. Da es sich bei „Bushido“ aber um einen Ehrenkodex der Samurai (Ritterkaste im feudalen Japan) handelt, spricht man heute von BUDO als Oberbegriff für asiatische Kampfkünste, von denen die japanischen zu den bekanntesten und populärsten gehören.
Der Mensch begibt sich auf den Weg seine Persönlichkeit zu erforschen und zu vervollkommnen.
Dabei darf er sich nie einbilden, einmal das Ziel- die Vollkommenheit des Ichs erreichen zu können.
Denn das Ziel ist der Weg. Das Ziel ist den Weg stetig zu gehen. Diese Philosophie ist im westlichen Lebensraum noch nicht lange bekannt, bei den Asiaten hat sie eine alte Tradition. Das Streben nach Vervollkommnung und des perfekten Könnens hat kein Ende und kann so lebenslang verfolgt werden.

Judo – der sanfte Weg

Kanji Judo Die Japaner behaupten, es gebe keine Sportart die es an Vollkommenheit mit dem Judo aufnehmen könne.
Und tatsächlich: ob Junge oder Mädchen, Mann oder Frau, jung oder alt- jeder kann bei dieser Sportkunst seine Muskulatur stärken, das Reaktionsvermögen entwickeln und sein Selbstbewusstsein festigen.

Judo: ju- sanft, do- Weg, ist eine japanische Kampfsportart die sich in der zweiten Hälfte des 19.Jahrhunderts aus dem Jiu Jitsu, der japanischen Selbstverteidigung ohne Waffen, entwickelt hat. Begründer des Judo ist der Japaner Jigoro Kano (Kano Jigoro 1860-1938). Nachdem Kano diverse Jiu Jitsu Stile gelernt hatte entwickelte er ein System für den Wettkampf, das auf dem Prinzip „Siegen durch Nachgeben“ beruht. Er entfernte alle gefährlichen Techniken ( z. B. Schläge und Tritte) aus dem Jiu Jitsu, und und machte Judo so zu einem Wettkampfsport und einer ganzheitlichen Lehre für Körper und Geist.

Dem Judo liegt ein philosophisches, ökonomisches und ethisches System zugrunde. Judo bedeutet mit einem Minimum an Kraft ein Maximum an Wirkung zu erzielen. Es geht darum die Kraft des Gegners mit Hilfe der Naturgesetze zum eigenen Vorteil zu nutzen. Es gilt, durch blitzschnelles Reagieren den Gegner abzuwehren und dass heißt, auch mit unbedingtem Einsatzwillen die Entschlusskraft des Anderen zu brechen. Die Hauptbestandteile des Judo sind Würfe (jap. Nage Waza) und Bodentechniken (jap. Katame Waza). Fallschule (jap.Ukemi Waza) und intensive Gymnastik sind Voraussetzung dafür. Es werden auch alte Bewegungsformen (jap. Kata), sowie der Übungskampf (jap. Randori) trainiert.
Trainiert wird im Übungsraum (jap. Dojo) der mit Matten (jap. Tatami) ausgelegt ist. Der Dojo hat seine eigenen Regeln (siehe Dojo- Ordnung) die es zu befolgen gilt. Als Trainingsbekleidung trägt man einen weißen Judoanzug (jap. Gi ) und einen Gürtel (Obi) in der Farbe der Graduierung.

Geschichte des Judo:
Jigoro Kano begann mit dem Studium des Jiu Jitsu während seiner Zeit an der Universität von Tokio. Auch auf die Initiative eines Deutschen, Erwin von Bälz (1849-1930) Professor an der Tokioter Universität, nahmen viele japanische Studenten das Training des in Vergessenheit geratenen Jiu Jitsus wieder auf. Nach mehreren Jahren des Studierens der alten Kriegskünste entwickelte Jigoro Kano sein eigenes System und eröffnete 1882 seine Schule Kodokan (Schule zum Studium des Weges). In dieser Zeit wurde aus dem „Kano Jiu Jitsu“ das heute bekannte Judo.

Die erste Weltmeisterschaft fand 1951 statt, 1964 wurde Judo olympische Disziplin.
Nach Deutschland gelangte das Judo ebenfalls durch Entwicklung aus dem Jiu Jitsu, dass 1906 mit der japanischen Marine nach Deutschland kam. In den 30er Jahren wurde das Jiu Jitsu dem inzwischen systematisierten Judo angepasst, und es entstanden die ersten Judo-Vereine, sowie der Deutsche Judo Ring. Dieser wurde 1953 zum Deutschen Judo Bund -DJB.

„Jiu Jitsu ist die Kunst des wirkungsvollsten Gebrauchs der körperlichen und geistigen Kräfte und Judo ist sein Weg oder Grundsatz.“ (Kano Jigoro)

Nordrhein-Westfälischer Judo-Verband e.V.
Deutscher Judobund

Jiu-Jitsu

Kanji Jiu JitsuAls "sanfte Kunst" wurde das Jiu-Jitsu in Deutschland bekannt. In der Übersetzung ist das Wort "Jiu" als "weich (sanft)" und "Jitsu" als "Kunst (Können)" zu bezeichnen. Die Bezeichnung „sanfte Kunst“ sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass es sich hier um ein Selbstverteidigungssystem handelt, dass seinen Ursprung auf dem Schlachtfeld hatte. Jiu Jitsu ist die waffenlose Kampfkunst der Samurai, den Rittern des feudalen Japan.

Jiu Jitsu ist die Abwehr gegen einen Angriff unter Ausnutzung von Hebelgesetzen, optimierter Motorik und Kenntnis der menschlichen Anatomie und seinen Schwachstellen. Alle Möglichkeiten des wirkungsvollsten Gebrauchs des menschlichen Körpers werden im Jiu Jitu genutzt. Würfe und Hebel sowie Schläge, Tritte und Würgegriffe zwingen den Gegner zur Aufgabe, machen ihn kampfunfähig, oder versetzen den Verteidiger in die Lage seinen Angreifer zu kontrollieren.
Durch die Ausnutzung und Umleitung der Angriffsenergie ist auch der vermeidlich Schwächere in der Lage einen stärkeren Gegner zu bezwingen. Dies gilt für alle Distanzen sowie für den Stand und die Bodenlage. „Nachgeben um zu Siegen“ ist eines der Hauptprinzipien im Jiu Jitsu. Jiu Jitsu kann unabhängig von Alter oder Geschlecht von jedermann gelernt werden, den eine große Stärke des Systems ist die Möglichkeit eines jeden Einzelnen sich seine persönlichen Stärken zu nutzen zu machen, und Schwächen auszugleichen.

Enstehung des Jiu Jitsu:
Die Wurzeln des Jiu Jitsu liegen in alten Kampfkünsten, die ihren Weg von Indien über China nach Japan gefunden haben. Im Laufe der kriegerischen Geschichte Japans entwickelten sich Systeme, die zur waffenlosen Selbstverteidigung genutzt wurden. Die Vorläufer des Jiu Jitsu waren Systeme wie das Koshi no mawari, Kumi uchi, Yawara, oder das Aiki bujutsu. All diese waffenlosen Kampfkünste waren Bestandteil von ganzheitlichen Kriegskunstschulen (Bujutsu ryu). Die Bezeichnung Jiu Jitsu tauchte erstmals im 17.Jahrhundert auf. Bekannt und populär wurde Jiu Jitsu auch durch das Wirken eines chinesischen Mönches namens Chen Yuan Bin, in Japan Chen Genpin genannt. Er errichtete in Edo (Tokio) eine Kampfkunstschule für Mönche und Samurai, in der er chinesische Kampftechniken unterrichtete. Drei seiner besten Schüler, fassten dieses neue Wissen mit ihren alten Stilen zusammen und gründeten die ersten Jiu Jitsu Schulen.

„Weil der Bambus geschmeidig ist, fürchtet er nicht den Sturm" (japanische Weißheit)

Jiu-Jitsu Union NW e.V.

Tai Chi Chuan / Taijiguan

Tai Chi Chuan ist eine chinesische Gesundheitsgymnastik, die vor ca. 5000 Jahren von Taoistischen Einsiedlern durch Umsetzung von naturwissenschaftlichen Beobachtungen und deren Bedeutung für die Menschen in eine Bewegungslehre entwickelt wurde.

Definition:
Lehre von der Bewegung nach universellen Gesetzmäßigkeiten.

Inhalte dieser Gymnastik sind spezielle Atemtechniken, die das Atemvolumen und die Atemkontrolle verbessern. Übungen, zur Entwicklung und Steigerung der Konzentrationsfähigkeit, Anleitungen, die zu einer physischen und psychischen Beweglichkeit führen, Übungen zur Korrektur von Haltungsschwächen und zur Lösung von sogennanten Muskelpanzern.

Ziel ist, die natürliche Harmonisierung von Körper, Geist und Seele zu einer Einheit, die wiederum zu einem ganzheitlichen Bewußtsein mit der Umwelt führen soll.

Unabhängig vom Alter, Geschlecht und gesundheitlichem Zustand, kann jeder Mensch dieses chinesische Gesundheitstraining praktizieren, darüberhinaus lassen sich durch regelmäßiges Üben die Lebensqualität und -quantität nachweislich verbessern.

Nach einem Spruch alter Chinesen erlangt derjenige, der regelmäßig Tai Chi übt, "die Geschmeidigkeit eines Kindes, die Gesundheit eines Holzfällers und die Gelassenheit eines Weisen".

Geübt werden alte Formen unterschiedlicher Stile. Diese werden sehr langsam ausgeführt. Zum Training trägt man leichte, bequeme Kleidung oder traditionelle chinesische Bekleidung.

Die polaren Kräfte der Natur wurden mit dem Begriffen „Yin“- das Negative-( z.B. das Dunkle, die Nacht) und „Yang“-das Positive -( z.B. das Helle, der Tag)symbolisiert. In dem abgebildeten Symbol steht nicht nur das helle (Yang) und das Dunkle (Yin) sondern auch das „kleine“ Yang im „großen“ Yin und das „kleine“ Yin im „großen“ Yang.
Mit dieser Symbolik wird demnach nicht ein statischer Zustand beschrieben, sondern ein dynamischer Prozess der konstanten Veränderung. Alles hat seinen Gegenpol und steht doch untrennbar und in Wechselhaftigkeit zusammen.